Der Wasserstand der Niederung wird gegenwärtig mit einem Schöpfwerk künstlich reguliert und liegt im Mittel bei ca. -0,7 M HN und damit ca. 60 cm unterhalb des mittleren Wasserstandes des Kleinen Jasmunder Boddens. Es ist geplant, innerhalb der nächsten 10 Jahre stufenweise eine freie Ausspiegelung zwischen dem Ossen und dem Kleinen Jasmunder Bodden herzustellen.
Die Gemeinde Buschvitz und der Landschaftspflegeverband Ostrügen
e.V. planen die Wiedervernässung der zwischen Bergen und dem
Kleinen Jasmunder Bodden gelegenen Ossen-Niederung (ca. 220 ha).
Der See „Ossen“ liegt etwa im Zentrum der Niederung (überwiegend
extensiv bewirtschaftetes Grünland und Erlenbrüche) und ist über
einen Graben mit dem Kleinen Jasmunder Bodden verbunden.
Ziele der Maßnahme:
● Durch deutlich höhere Wasserstände im überwiegenden Teil der Niederung soll die Torfmineralisation reduziert und u.a. eine Verringerung der klimarelevanten Emissionen erzielt werden.
● Mit einer Überstauung von Teilbereichen soll die Nährstofffreisetzung aus mineralisierten Torfen verringert werden.
●
Die Anhebung des Wasserspiegels und die Entstehung neuer
Wasserflächen sollen die Lebensbedingungen für die an
Feuchte, Nässe und Wasser gebundenen Pflanzen- und Tierarten verbessern.
● Es soll auch nach der Anhebung des Wasserstandes
weiterhin eine extensive Grünlandnutzung stattfinden.
Bauliche Maßnahmen:
● Herstellung einer offenen Verbindung zwischen Ossen und Kleinem Jasmunder Bodden,
● Stilllegung des Schöpfwerkes, ggf. Rückbau,
● Entwidmung und streckenweise Öffnung des Deiches 2. Ordnung,
● punktuelle Grabenverschlüsse.
